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Verbesserte Innenohr-Diagnostik

Das Projekt „Verbesserte Innenohr-Diagnostik“ befasst sich mit der Analyse der Innenohrflüssigkeit (Perilymphe). Anhand der Zusammensetzung dieser Flüssigkeit sollen pathophysiologische Parameter ermittelt werden. Sie dienen der Diagnostik von Hörproblemen.

Am HOT wird ein optisches Verfahren entwickelt, um die Zusammensetzung der Perilymphe mittels Raman-Streuung zu untersuchen. Diese Methode ermöglicht eine nicht-invasive und zerstörungsfreie Untersuchung der Zusammensetzung, wie etwa Proteine oder deren Bausteine, die Aminosäuren (siehe Abbildung 1). Parallel dazu wird an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mithilfe von Massenspektrometrie versucht, die Konzentration der einzelnen Bestandteile der Perilymphe zu ermitteln.

Das Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Diagnostik verschiedener Arten des Hörverlustes im Innenohr. Die anhand der Raman-Spektren gewonnen Informationen werden mit den an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ermittelten Daten aus der Massenspektrometrie verglichen, um eine Korrelation zwischen Raman-Spektrum und Krankheitsparametern herzustellen. Für den Einsatz der Raman-Spektroskopie in der Klinik wurde ein Endoskop entwickelt um die Zusammensetzung der Perilymphe im Innenohr zu analysieren. Dem Arzt wird so eine weitere Möglichkeit zur Diagnose gegeben.

Abbildung 1: Resonanz Raman Spektrum von Prolin in wässriger Lösung aufgenommen bei 266 nm.